Referenzen auf der Website: So wählen wir passende Projekte aus
Eine gute Referenz beantwortet eine konkrete Frage: Habt ihr schon einmal eine Aufgabe gelöst, die meiner ähnelt?
Bei der Auswahl schauen wir deshalb auf die nächste Entscheidung deiner Besucher. Welche Erfahrung suchen sie? Welcher Teil deiner Arbeit hilft ihnen, die Zusammenarbeit einzuschätzen? Daraus ergibt sich, welches Projekt an welcher Stelle deiner Website sinnvoll ist.
Wir beginnen bei der Aufgabe deines nächsten Kunden
Ein umfangreiches Portfolio kann sehr unterschiedliche Arbeiten enthalten. Für die Startseite treffen wir daraus eine bewusste Auswahl. Auf einer Leistungsseite zählt vor allem die Erfahrung, die genau diese Leistung verständlich macht.
Dabei betrachten wir mehrere Arten von Nähe:
- Die Ausgangslage: Hatte das Unternehmen ein vergleichbares Problem?
- Die Aufgabe: Zeigt das Projekt eine Leistung, nach der dein Besucher gerade sucht?
- Die Zusammenarbeit: Werden Vorgehen, Zuständigkeiten oder besondere Anforderungen greifbar?
- Das Ergebnis: Lässt sich erkennen, was tatsächlich entstanden ist oder gemessen wurde?
Die gleiche Branche kann helfen. Ebenso hilfreich kann ein Projekt aus einem anderen Bereich sein, das dieselbe anspruchsvolle Aufgabe zeigt: etwa eine komplexe Beratung verständlich zu erklären oder mehrere Zielgruppen durch ein Angebot zu führen.
Ein Beispiel braucht einen Zusammenhang
Angenommen, ein Beratungsunternehmen möchte seine Erfahrung mit erklärungsbedürftigen Leistungen zeigen. Ein grosses Kundenlogo allein verrät wenig darüber, welche Aufgabe das Team dort übernommen hat.
Eine kurze Projektbeschreibung könnte erklären: Ausgangslage war ein umfangreiches Angebot, das neue Interessenten schwer einordnen konnten. Die Arbeit umfasste eine neue Leistungsstruktur, verständliche Texte und einen klar beschriebenen Einstieg in die Beratung. Ein dazu passender Seitenausschnitt zeigt, wie diese Struktur umgesetzt wurde.
Das ist ein fiktives Beispiel für den Aufbau. Bei echten Referenzen verwenden wir die tatsächlichen Projektinformationen und zeigen genau den Teil der Arbeit, den die Beschreibung erläutert.
Für jede Referenz sollte in wenigen Sätzen erkennbar sein:
- Für wen wurde gearbeitet und welche Ausgangslage lag vor?
- Was war der konkrete Auftrag?
- Welchen Anteil hat dein Unternehmen übernommen?
- Was lässt sich am Ergebnis nachvollziehen?
Diese Verbindung aus Aussage und Beleg gehört zu Proof. Unser Einblick zu Proof auf Websites erklärt die breitere Rolle solcher Vertrauenssignale. Hier geht es um die redaktionelle Auswahl der Projektbeispiele.
Wir trennen gelieferte Arbeit und gemessene Wirkung
Eine neu strukturierte Website, ein fertiges Corporate Design oder eine eingeführte Buchungsfunktion sind konkrete Arbeitsergebnisse. Zusätzliche Anfragen oder Verkäufe sind Wirkungen, für die es eigene Daten braucht.
Wenn du einen Messwert zeigst, gehören Zeitraum, Vergleichsbasis und Datenquelle dazu. «Doppelt so viele Anfragen» lässt sich besser einordnen, wenn klar ist, welche Anfragen über welchen Zeitraum verglichen wurden. Saison, Werbung oder ein verändertes Angebot können die Entwicklung ebenfalls beeinflussen.
Auch ohne solche Zahlen kann eine Referenz aussagekräftig sein. Ein gut gewählter Ausschnitt macht die gelöste Aufgabe sichtbar. Eine freigegebene Kundenstimme kann erklären, wie die Zusammenarbeit erlebt wurde. Wir wählen die Form, für die belastbare Informationen vorliegen.
Jede Seite bekommt die Referenzen, die zu ihrer Frage passen
Auf der Startseite zeigen ausgewählte Arbeiten, wofür dein Unternehmen steht. Eine Leistungsseite kann tiefer auf eine bestimmte Aufgabe eingehen. Im vollständigen Portfolio bleibt Raum für weitere Branchen, Arbeitsweisen und Projektgrössen.
Bei einer Website für Dienstleister planen wir diese Zuordnung zusammen mit den Leistungsinhalten: Welche Frage entsteht an dieser Stelle, und welches Beispiel beantwortet sie?
So kann dieselbe Referenz an mehreren Stellen relevant sein, jeweils mit einem passenden Einstieg. Die Fakten zum Projekt bleiben dabei gleich. Unterschiedliche Seiten sollten keine unterschiedlichen Versprechen aus derselben Arbeit ableiten.
Mach schon vor dem Klick klar, was zu sehen ist
Ein Projekttitel wie «Website-Relaunch für eine Beratungsfirma» gibt eine erste Orientierung. Ein kurzer Zusatz kann die besondere Aufgabe nennen. Dazu passt ein Bildausschnitt, auf dem die beschriebene Arbeit tatsächlich erkennbar ist.
Die Schreibempfehlungen der W3C Web Accessibility Initiative empfehlen aussagekräftige Seitentitel, Überschriften und Linktexte sowie passende Bildbeschreibungen. Das hilft auch beim Aufbau einer Referenzübersicht: Der nächste Klick sollte ein verständliches Ziel haben.
Prüfe die Auswahl zusätzlich auf dem Smartphone. Bleibt das entscheidende Detail im Bild sichtbar? Sind Titel und Kurzbeschreibung ohne Vorwissen verständlich? Ist der Weg zum ausführlichen Projekt leicht zu finden?
Unser kurzer Auswahltest
Lege für jede wichtige Leistungsseite die möglichen Referenzen daneben. Schreibe zu jedem Projekt einen Satz: Dieses Beispiel hilft bei der Entscheidung, weil …
Wenn die Antwort konkret ist, lässt sie sich oft auch für die Beschreibung nutzen. Wenn mehrere Projekte dieselbe Stärke zeigen, wähle den verständlichsten Beleg. Weitere Arbeiten können im Portfolio bleiben.
Prüfe ausserdem, ob Bilder, Namen, Kundenstimmen und Zahlen für die Veröffentlichung freigegeben und noch aktuell sind. Vertrauliche Angaben bleiben draussen. Fehlt ein passendes Kundenprojekt, können ein klar erklärtes Vorgehen oder eine ausdrücklich als solche bezeichnete Demonstration zeigen, wie du arbeitest.
Kurz gesagt
Wir wählen Referenzen danach aus, welche Erfahrung ein künftiger Kunde an dieser Stelle verstehen möchte. Eine klare Ausgangslage, dein tatsächlicher Beitrag und ein passender Beleg machen aus einer Projektübersicht eine hilfreiche Entscheidungshilfe.